KULTURINSTITUTION // BEGEGNUNGSSTÄTTE // SCHAFFENSRAUM

Seit seiner Gründung im Jahr 1994 ist das ATELIERneun fester Bestandteil der Kulturszene der Landeshauptstadt Mainz und setzt seitdem Akzente zeitgenössischer Kunst.

Vor mehr als 25 Jahren entschloss sich die Ateliergemeinschaft zu einem eigenwilligen Weg: in einem Hinterhaus der Mainzer Innenstadt entstand ein Bereich, der sich durch seinen Doppelcharakter als Produktionsstätte und gleichzeitig als Ort der Präsentation von Kunst versteht. Das ATELIERneun ist ein von Künstler*innen selbst organisierter Raum für künstlerische Produktion im Zentrum von Mainz.

Zunächst arbeiteten sechs Künstler*innen und Gründungsmitglieder unprogrammatisch in dieser Ateliergemeinschaft in räumlicher Nähe zueinander: Anne Kuprat, Irmgard Steinke, Siegfried Räth, Thomas Zimmermann,
Barbara Annel und Armin Dörrwand. Die Wirkung der individuellen Arbeitsansätze, der unterschiedlichen Ausdrucksmedien und Temperamente aufeinander machten die jährlich stattfindenden Ausstellungen in den Atelierräumen immer außergewöhnlich und sehenswert.

Inzwischen sind einige der Gründungsmitglieder von neuen Künstler*innen abgelöst worden. Vieles hat sich völlig gewandelt, Neues ist enstanden, manches hat sich weiterentwickelt, ist gereift.

Bis zu vierzehn Kunstschaffende aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Druckgraphik und Architektur finden hier zeitgleich einen Schaffensraum. Ebenso Vertreten sind Musiker*innen, die im Keller des Ateliers einen schalldichten Raum zum Proben haben.

Neben Atelierausstellungen mit Mitgliedern und Gastkünstler*innen, Teilnahme an der Mainzer Museumsnacht und den Tagen des offenen Ateliers des BBk Rheinland-Pfalz finden immer wieder junge Künstler*innen die Möglichkeit die Räume des Ateliers als Produktions- und Präsentationsstätte für Ihre Projekte zu nutzen.
Regionale und überregionale Künstler*innen waren und sind im ältesten noch bestehenden Mainzer Atelierhaus vertreten.

Gruppenfoto aus dem Jahr 1998, mit den Künstler*innen Anne Kuprat, Anja Ganster, Irmgard Steinke, Barbara Annel, Thomas Zimmermann und Siegfried Räth (v.l. nach r.)